Kanutour in Smaland

27. Mai 2011

Wir planten eine Kanutour zu sechst durch die Schären der schwedischen Ostseeküste. Das musste gut vorbereitet werden. Sowohl das Ziel sollte einigermaßen klar sein und klar sein sollte auch, wo und wie wir die Kanus ausleihen konnten. Dazu recherchierten wir im Internet und fanden eine Kanuausleihstation in der kleine Stadt Västervik. Nach einer E-Mail-Korrespondenz in englisch mit der Verleihfirma gelang es uns, drei Boote für eine Woche im Sommer des vergangenen Jahres zu reservieren. Unsere Ausrüstung sollte ebenso gut bedacht und zusammen gestellt sein, hieß es doch, eine Woche abseits von Geschäften, Gaststätten und Hotels zu verbringen. Schließlich hatten wir alles beisammen und unsere Reise konnte beginnen.

Wir setzten mit der Fähre von Saßnitz nach Trelleborg über, um dann weiter via Malmö und Jönköping nach Västervik zu fahren, wobei wir mit einem VW-Bus und einem Golf 3 unterwegs waren. Die Fahrt durch die schwedische Provinz Smaland verlief recht beschaulich und die landschaftliche Schönheit dieser Region entschädigte uns für die ansonsten doch recht anstrengende Tour.

Die Übergabe der Boote verlief reibungslos, allerdings mussten wir einen unserer Reisepässe als Sicherheit hinterlassen. Es schien, unsere Autos, die wir ja hier stehen ließen, genügten dem Verleiher nicht. So paddelten wir dann los, nachdem unsere Utensilien in den Booten verstaut waren. Die südschwedischen Schären sind langgestreckte fjordähnliche Gewässer und das Wasser ist kaum noch salzig, da die Verbindungen zur Ostsee sehr verwinkelt sind. Am ersten Tag machten wir zeitig Station, denn wir waren von der Anreise noch müde. Wir waren aber schon so weit gepaddelt, dass wir weit ab jeglicher Ansiedlungen waren und unser erstes Lagerfeuer entzünden konnten. In den folgenden Tagen paddelten wir durch das unendliche Gewirr der Schären und ohne eine genaue Karte, die wir mitführten, hätten wir uns sicherlich verirrt.

Die Landschaft und die Einsamkeit der Natur in der wir uns befanden, bezauberte uns. Nach dem Paddeln badeten wir ausgiebig, angelten und zündeten an jedem Abend unser Lagerfeuer an. Müde von der körperlichen Anstrengung und von der frischen Luft schliefen wir in unsere Iglu-Zelten nachts dann besonders gut. Bald hieß es wieder, an unseren Ausgangspunkt zurück zu kehren und die Boote abzuliefern. Wir unternahmen noch einen Abstecher nach Stockholm für zwei Tage und rundeten damit unseren Smaland-Urlaub ab.

Urlaub am See

27. Februar 2011

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Es sollte nach Schweden gehen, und zwar im Sommer. Davon hatte wir schon seit Jahren geträumt.
Wir wollten uns möglichst ein kleines Ferienhaus mieten, es jedoch nicht darauf ankommen lassen, uns vor Ort eines suchen zu müssen und keine Preisvergleiche anstellen zu können. Außerdem würden wir damit wertvolle Urlaubszeit vergeuden. So stöberten wir im Internet und ließen uns von einem Online-Portal einige Angebote kommen. Wir entschieden uns für ein Häuschen in Jonköping, genauer gesagt im etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Vättersnäs.

Schon die Anreise war erlebnisreich. Mit der Fähre setzten wir von Fehmarn aus nach Rodbyhavn über. Von dort folgten wir der E 47, auf der wir viele weit tragende Brücken von Insel zu Insel überquerten. Wir wechselten bald auf die E 20 und folgten ab Malmö der E 4 durch das schöne Smaland bis nach Jonköping.

Das Häuschen hatte alles was wir benötigten, lag nah am Wasser und verfügte sogar über ein Boot. Nur mussten wir bei der Nutzung des Bootes Kompromisse schließen. Meine Frau wollte damit auf den See hinaus fahren, sich sonnen, baden und lesen. Ich wollte damit zum Angeln hinaus fahren. Da die Fische bekanntermaßen nur in den Morgen- und Abendstunden beißen, einigten wir uns dann so, dass wir abwechselten: ein Tag Baden, ein Tag Angeln. Wir genossen unseren Urlaub mit dem Boot in vollen Zügen, meine Frau holte sich die erwünschte Bräune und ich fing einige Fische. Die Beute war durchaus vorzeigbar. Neben etwa 10 recht anständigen Plötzen (jede um die 25 cm) fing ich 4 stramme Barsche und 2 Hechte von 6 bzw. 7 Pfund. Da wir im Häuschen selbst kochen konnten, gab es fast an jedem Tag Fisch. Das war des Guten dann doch zu viel und so froren wir den großen Hecht ein und nahmen ihn mit nach Hause.

Neben Baden und Angeln wollten wir aber auch noch andere Sachen unternehmen. So durchstreiften wir die weitläufigen Waldgebiete östlich von Jonköping und sammelten Heidelbeeren. Dabei fanden wir auch noch Pilze und zwar ein kleines Körbchen leckerer Pfifferlinge und 3 große, aber noch richtig kernige, Steinpilze. In dem netten Häuschen verbrachten wir 2 Wochen und genossen das Wasser, die Sonne und die Natur.

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