Archiv für die Kategorie ‘wichtige Städte’

Växjö

Mittwoch, 20. Juli 2011

Mit über 60 000 Einwohnern ist Växjö nach Jönköping die zweitgrößte Stadt der schwedischen Provinz Smaland. Die Flache des Stadtgebietes umfasst etwa 30 Quadratkilometer, so dass die Besiedlungsdichte bei ungefähr 2000 Einwohnern auf den Quadratkilometer liegt. Växjö gilt als heimliche Hauptstadt des “Glasreiches”, einer Region, die sich durch die Produktion unterschiedlichster Glaswaren in der ganzen Welt einen Namen gemacht hat. Växjö liegt im Landesinnern Schwedens an der Nahtstelle zwischen zwei Seen. Der Name der Stadt setzt sich vermutlich aus den beiden schwedischen Wörtern für Weg (väg) und See (sjö) zusammen. Über die im Winter zugefrorenen Seen kamen die Bauern im Winter zum Markt in die Stadt, so dass die Vermutung der Namensfindung für Växjö sehr naheliegend ist.

Handel wurde in Växjö bereits zur Eisenzeit betrieben. Der Legende nach kam der Missionar Sigfrid aus England in diese Gegend und erbaute hier die erste Kirche in der Region Värend. Im Jahre 1170 wurde Växjö darauf hin Bischofssitz und zog viele Pilger an. Dies war der weiteren Entwicklung der Stadt überaus zuträglich. Noch heute steht im Wappen der Stadt ein Bischof auf blauen Wellen, welche die beiden Seen symbolisieren sollen. In der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts erhielt Växjö von Magnus Eriksson als schwedischem König das Stadtrecht. Da die Stadt an der damaligen Grenze zwischen Dänemark und Schweden lag, geriet sie wiederholt in kriegerische Verwicklungen und wurde mehrfach verwüstet.

Heute ist der Tourismus ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für Växjö. Die irische Fluggesellschaft Ryanair fliegt Växjö u. a. vom am Niederrhein gelegenen Flughafen Weeze aus an. Ab Kaunas und Berlin-Tegel wird der hiesige Airport von der schwedischen Airline Flysmaland angeflogen. Die Region bietet für die Touristen viele Möglichkeiten für ausgiebige Touren mit dem Kanu sowie Wanderungen und Fahrradtouren, die Besichtigung von Schlössern und Glasfabriken und nicht zuletzt die wunderschöne Natur der Provinz Smaland. Der im 14. Jahrhundert errichtete Dom ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Dom wurde mehrfach umfassend restauriert. Es gibt mehrere Museen wie das Auswanderermuseum und das Glasmuseum. Die Stadt verfügt über eine Universität, deren Bestandteil das Schloss Teleborg ist. Ebenso sehenswert ist die nördlich Växjös gelegene Ruine des Schlosses Kronoberg.

Urlaub am See

Sonntag, 27. Februar 2011

Cialis

Es sollte nach Schweden gehen, und zwar im Sommer. Davon hatte wir schon seit Jahren geträumt.
Wir wollten uns möglichst ein kleines Ferienhaus mieten, es jedoch nicht darauf ankommen lassen, uns vor Ort eines suchen zu müssen und keine Preisvergleiche anstellen zu können. Außerdem würden wir damit wertvolle Urlaubszeit vergeuden. So stöberten wir im Internet und ließen uns von einem Online-Portal einige Angebote kommen. Wir entschieden uns für ein Häuschen in Jonköping, genauer gesagt im etwas außerhalb gelegenen Stadtteil Vättersnäs.

Schon die Anreise war erlebnisreich. Mit der Fähre setzten wir von Fehmarn aus nach Rodbyhavn über. Von dort folgten wir der E 47, auf der wir viele weit tragende Brücken von Insel zu Insel überquerten. Wir wechselten bald auf die E 20 und folgten ab Malmö der E 4 durch das schöne Smaland bis nach Jonköping.

Das Häuschen hatte alles was wir benötigten, lag nah am Wasser und verfügte sogar über ein Boot. Nur mussten wir bei der Nutzung des Bootes Kompromisse schließen. Meine Frau wollte damit auf den See hinaus fahren, sich sonnen, baden und lesen. Ich wollte damit zum Angeln hinaus fahren. Da die Fische bekanntermaßen nur in den Morgen- und Abendstunden beißen, einigten wir uns dann so, dass wir abwechselten: ein Tag Baden, ein Tag Angeln. Wir genossen unseren Urlaub mit dem Boot in vollen Zügen, meine Frau holte sich die erwünschte Bräune und ich fing einige Fische. Die Beute war durchaus vorzeigbar. Neben etwa 10 recht anständigen Plötzen (jede um die 25 cm) fing ich 4 stramme Barsche und 2 Hechte von 6 bzw. 7 Pfund. Da wir im Häuschen selbst kochen konnten, gab es fast an jedem Tag Fisch. Das war des Guten dann doch zu viel und so froren wir den großen Hecht ein und nahmen ihn mit nach Hause.

Neben Baden und Angeln wollten wir aber auch noch andere Sachen unternehmen. So durchstreiften wir die weitläufigen Waldgebiete östlich von Jonköping und sammelten Heidelbeeren. Dabei fanden wir auch noch Pilze und zwar ein kleines Körbchen leckerer Pfifferlinge und 3 große, aber noch richtig kernige, Steinpilze. In dem netten Häuschen verbrachten wir 2 Wochen und genossen das Wasser, die Sonne und die Natur.

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